Unterricht im Sattel

Anika gibt Reitunterricht nach klassisch-barocken Grundsätzen bis zu den Schulen auf der Erde.

Was bedeutet klassisch-barocke Reiterei?

Die klassisch-barocke Reiterei sieht das Reiten eher als Kunst und nicht als Sport an. Sie basiert auf Reitsystemen verschiedener Ausbilder und reicht bis ins 4. Jahrhundert v.Chr. zurück. Damals beschrieb Xenophon die immense Bedeutung der Übereinstimmung des geistigen und körperlichen Gleichgewichtes zwischen Pferd und Reiter.

Der wichtigste Ausbilder der klassisch barocken Reiterei war Francois Robichon de la Guérinière (1688-1751). Er beschrieb 1733 in seinem Buch École de Cavalerie ein Reitsystem, welches vom Leichten zum Schweren führt, erfand das Schulterherein als die Schlüssellektion und empfand den Trab als die wichtigste und natürlichste Gangart. Guérinière lehnte jede Gewaltanwendung ab und bis heute ist sein System die Grundlage für beinahe jede Reitsportdisziplin. Auch ist er der Begründer des bis heute gültigen Dressursitzes.

Auch Francois Baucher war ein viel diskutierter Ausbilder. Er hatte seinen Höhepunkt in der Zeit nach der französischen Revolution und war ein bekannter Zirkusreiter. Baucher vertrat die Auffassung, dass Verspannungen durch die gezielte Einwirkung auf einzelne Körperteile behoben werden sollten. Ein gutes Beispiel hierfür wären seine bekannten Abbiegeübungen zur Lockerung der Halsmuskulatur. Ebenfalls ist sein Grundsatz Hand ohne Schenkel, Schenkel ohne Hand.

Außerdem können die Reiteinheiten mit folgenden Schwerpunkten gestaltet werden:

  • Gelassenheitsübungen am Boden und unterm Sattel
  • Geschicklichkeitsübungen am Boden und im Sattel
  • Anfänge der Working Equitation
  • Geländetraining (Unsicherheiten beim Ausreiten überwinden)
  • u.v.m.